Zweigelt

Der Zweigelt wurde 1922 von Dr. Fritz Zweigelt an der Bundeslehranstalt für Wein- und Obstbau in Klosterneuburg entwickelt. Diese Kreuzung aus St. Laurent und Blaufränkisch hieß ursprünglich “Rotburger”, wurde aber 1975 vom berühmten Önologen Lenz Moser umbenannt. Es war auch Lenz Moser, der diese Traube dermaßen großflächig anbaute, dass sie jetzt den wichtigsten Rotwein Österreichs ausmacht. Der Zweigelt nimmt ganze 42 % der Rotweingärten (6426 h) ein, an zweiter Stelle ist dann der Blaufränkische mit 19 % (2808 h). Überhaupt ist er hinter dem Grünen Veltliner der wichtigste Wein in Österreich.

Das Klima in den östlichen Weinregionen Carnuntum und Neusiedlersee eignet sich perfekt für den Zweigelt, wobei der Neusiedlersee auch DAC Weine dieser Sorte hat.

Vom Boden braucht der Zweigelt nicht viel, aber weil er dermaßen fruchtbringend ist, muss viel Laubarbeit und Ertragsregulierung geleistet werden, um qualitativ hochwertige Weine zu bekommen.

Anbaugebiete

Die Sorte ist ganz besonders im Weinbaugebiet Neusiedlersee und in den östlichen Weinbaugebieten Niederösterreichs verbreitet. 2009 erreichte der Zweigelt in Österreich bereits 14,1 % der gesamten Rebfläche. [6] Er liegt hinter dem Grünen Veltliner an zweiter Stelle und ist somit die meistangebaute Rotweinsorte, vor dem Blaufränkischen, der in den letzten Jahren durch zahlreiche Neuauspflanzungen überflügelt wurde.

Die größten Anbauflächen in Österreich für diese Sorte Wein gibt es am Neusiedler See im Burgenland und im Weinviertel in Niederösterreich mit einer Fläche von circa 3500 ha.

Der Geschmack

Der Zweigelt wird hauptsächlich zu fruchtigen Weinen ausgebaut, die jung getrunken werden können. Die Aromen, die sie alle gemeinsam haben, sind (Sauer-)Kirschen und dann auch eine elegante und feine Tanninstruktur, beides vom St. Laurent geerbt. Vom Blaufränkischen hat der Zweigelt auch eine gute Säure und leichte Würze geerbt. Solche Zweigelt können leicht gekühlt werden, vor allem im Sommer. Außerdem empfehlen wir, die Flasche etwa eine Stunde atmen zu lassen, das bringt mehr Frucht heraus, und reduziert etwaige bittere Noten, die der Wein haben kann.

Es gibt auch ganz fantastische Reserveweine, die vom Ausbau im Barrique schöne Eichennoten bekommen. Diese Weine können auch länger gelagert werden.

Zweigelt ist ein richtig guter Partner in Cuvéeweinen; er mischt sich gut mit Bordeauxsorten wie Merlot und Cabernet Sauvignon, aber er passt auch schön zu Blaufränkisch, wo das Beste beider Sorten zum Vorschein kommt.

den Zweigelt Klassik , von Raser-Bayer und den Zweigelt Casual, von Michael Opitz. Der Zweigelt Reserve von Erich Sattler ist wunderschön weich und geschmeidig, und der Casual Red (Zw/Bf/Rösler) von Opitz und der Triarier (Zw/Me) von Raser-Bayer sind spannende Cuvéeweine.

Zu Tisch

Weil der Zweigelt ein recht leichter Rotwein ist, passt er gut zu leichterem Fleisch und Geflügel. Uns schmeckt er besonders gut zu Ente und Fasan.

Die Säure des Weins gibt ihm auch dieses gewisse Etwas, damit er schön zu Tomatensaucen passt (zum Beispiel einer Marinara oder Bolognese). Im Sommer, mach eine leicht gekühlte Flasche zu gegrilltem Huhn auf!

Im Ausland

An und für sich ist der Zweigelt ein österreichischer Wein. Aber weil er inzwischen so beliebt ist, findet man ihn auch über der Grenze in der tschechischen Republik, Ungarn und der Slowakei. Weiter entfernt baut man ihn jetzt auch mehr in Kanada an, wo das Klima dem in Österreich ähnelt, und perfekt für den Zweigelt ist.

Und das war es schon! Prost!

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