Grüner Veltliner

Der Grüne Veltliner (GV), ist eine trockene Weinsorte, die fast ausschließlich in Österreich produziert wird.

Österreich hat insgesamt 36 Traubenarten – 22 weiße und 14 rote Rebsorten – die offiziell für die Produktion von Qualitätswein erlaubt werden. Unter ihnen ist der Grüne Veltliner bei Weitem die wichtigste, und noch dazu eine autochthone Rebsorte, was heißt, dass sie hier ihren Ursprung hat. So wird er in riesigen Mengen angebaut und gehört auch zur primären Rebsorte für eine DAC-Bezeichnung in sechs der 16 Weingebiete: Weinviertel, Kremstal, Kamptal, Traisental, Wachau und Wagram.

  • 31% österreichischer Weingärten sind mit Grünem Veltliner bepflanzt.
  • Von allen in Österreich produzierten Weißweinen sind 47% von dieser fruchtigen Sorte. An zweiter Stelle kommt der Welschriesling mit nur 11%!

Der Geschmack

Man kann mit Grünem Veltliner ziemlich viel machen. Klassisch bekommt man einen frischen, fruchtigen Wein, mit Nuancen von Zitrusfrüchten, wie Limette, Zitrone und Grapefruit sowie Pfirsich. Dazu kommt auch etwas würzig Grünes, was man hierzulande das “Pfefferl” nennt. Das heißt, eine Spur von weißem Pfeffer.

Auf der anderen Seite gibt es den mineralischen und reinen Grünen Veltliner, wie man ihn an den steilen Hängen des Kremstals, Kamptals, Traisentals und der Wachau anbaut. Diese Weine sind cremig und voll reifer Frucht und, wenn er spät gelesen wurde, sogar mit einem Hauch von Nuss und Honig. Diese Weißweine lassen sich gerne und gut lagern, um im Alter dann dunkler zu werden und Spuren von Tabak und dunklem Honig zu bekommen.

Was sie aber alle gemeinsam haben ist ihre Säurestruktur, also bleiben die jungen Weine frisch und klar, während die älteren Jahrgänge trotzdem knackig sind.

Zu Tisch

Ein Grüner Veltliner, einer der beliebtesten Weißweine Österreichs, ist nie langweilig und kommt in den verschiedensten Variationen vor. Jung und pfiffig passt er am besten zum reichhaltigen Essen eines Heuriger. Wir reden hier von kalter Platte und Aufstrichbroten sowie Eingelegtem, Käse und Brot. Dieses leckere, aber dennoch deftige Essen, lässt sich wunderbar mit der Säure von Grünem Veltliners ausgleichen.

Aber bedenke, diesen jungen Wein kannst du auch perfekt zu Calamari oder gegrilltem Fisch trinken. Probier’s doch mal mit einer Eitrigen!

Die reiferen Ausgaben passen vorzüglich zu Rezepten wie einem Risotto oder auch Geflügel oder Fischgerichten mit cremiger Basis.

Auf der Suche nach etwas Neuem? Dann probiere den fruchtigen Weißwein zu asiatischer Kost! Klar, zu sehr aromatischen oder würzigen Rezepten gibt es immer den Riesling, aber sowohl Vietnamesisch als auch Thai-Essen lieben die Säure dieses Weines.

Frischer & fruchtiger Grüner Veltliner:

Diem GV Obermarkersdorf, Ott Grüner Veltliner „Flins“, Uibel Grüner Veltliner „Golem“.

Reifer & älterer Grüner Veltliner von einem unserer vertrauten Winzer:

GV Terra Mobile Hager, Artur Toifl Grüner Veltliner, Mazza Grüner Veltliner Smaragd

Im Ausland

Der beliebte Weißwein wird auch in der Tschechischen Republik gefunden, dort heißt er Veltlínské zelené und ist mit 11 % die zweitmeist angebaute Traubensorte. Auch in Neuseeland und den Vereinigten Staaten werden inzwischen kleine Mengen angebaut, aber weltweit sieht man den Veltliner zurecht noch als Wein aus Österreich.

St. Georgener

Der GV stammt aus einer Kreuzung zweier Rebsorten, von denen man die längste Zeit nur eine identifizieren konnte – den Traminer. Im Jahr 2000 entdeckte jedoch ein Heimatforscher in einem verlassenen Weingarten in St. Georgen, einem Dorf in der Nähe von Eisenstadt im Burgenland, eine einzelne, schwache Rebe. Er hat Proben an das Weinforschungszentrum in Klosterneuburg geschickt, von wo er aber keine Antwort bekam. Erst als der Weingarten umgegraben und die Rebe ausgerissen und zerstört werden sollte, nahm man sich der Pflanze an. Die Entdeckung war verblüffend: eine einzigartige Rebe, die alle 19 Chromosomen mit dem Grünen Veltliner gemeinsam hatte! Sie wurde St. Georgener getauft und offiziell als zweite Ursprungsrebe des Grünen Veltliners anerkannt. Jetzt wird sie auch in der Gegend kultiviert und man kann seit 2016 auch winzigste Mengen verkosten.

Prost!

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