Welschriesling

Die Weinflasche mit ihrem Etikett. Hach, das Etikett. Jeder Wein hat ihn, und auf ihm stehen so viele Informationen über den Wein!

Es gibt in Europa zwei verschiedene System, um einen Wein zu Klassifizieren: das romanische System, wie man es in Italien und Frankreich findet, hier werden Weine nach der Herkunftsregion benannt: Chianti, Bordeaux, Chablis oder Valpolicella. Ist logisch und macht Sinn. Dann gibt es aber auch das germanische System, gebräuchlich in Deutschland, der Schweiz und Österreich. Wir benennen die Weine nach der Weintraube, die den Hauptbestandteil des Weines ausmacht: Grüner Veltliner, Riesling, Zweigelt. Auch logisch, macht auch Sinn!

In Österreich gibt es aber natürlich auch weitere Stufen für einen Wein, zum Beispiel die D.A.C. Klassifizierung. Diese wurde 2001 eingeführt, und steht für das Lateinische Districtus Austriae Controllatus i.e. kontrollierte österreichische Region. Es erinnert anfangs schon leicht an die französische AOC Designation, und sie haben auch viel gemeinsam.

DAC bedeutet grundsätzlich folgendes: Es gibt in Österreich bestimmte Regionen, in denen absolut klassische Vertreter bestimmter Weinsorten produziert werden. Es gibt dafür genaue Vorraussetzungen, aber wenn ein Wein alles abdeckt, also die perfekte Repräsentation des Terroir dieser Gegend ist, kann ihm eine DAC Klassifikation gegeben werden.

Für die Region selber ist das einzige Problem, dass der Name der Gegend dann nur noch für DAC Weine verwendet werden kann, auch wenn ausgezeichnete andere Weine produziert werden. So haben manche grossen Regionen doch entschlossen, kein DAC einzuführen.

Es gibt zur Zeit zehn verschiedene DAC Regionen, wobei die jüngste, das Schilcherland DAC, erst 2017 benannt wurde!

Unter DAC Weinen gibt es wieder eine Unterstufe, nämlich ob der Wein ein Klassik darstellt, also eine “standard” Version des Weines, oder einen Reserve Wein ausmacht, der noch strengeren Regeln folgen muss. Beide Klassifikationen sind von den Ergebnissen der Klosterneuburger Mostwaage (KMW) abhängig.

 

Die Wachau macht es anders

Es gibt immer jemanden, der es anders macht, bei uns ist es die Wachau! Dieses faszinierende Weingebiet ist berühmt für seine Weißweine, die von einzigartigem Wetter und einer wunderschönen Lage profitieren. Da die Wachau schon lange einen guten Ruf für seine Weine hat, wollte sie auch ein eigenes System um sie zu klassifizieren. Sie werden in drei Stufen eingeordnet, und weiter nach Traubensorte benannt.

Die leichteste Stufe nennt sich Steinfeder. Diese Weine sind sehr frisch und klar, und dürfen sogar leicht perlen. Laut der KMW muss der Most mindestens 15-17° KMW und nicht mehr als 11,5%. Das Logo für diesen Wein ist die Steinfeder, eine ganz coole Grassorte, die man in der Wachau findet.

Dann kommt das Federspiel, wo die Trauben reifer sein müssen, und bei der Ernte mindestens 17°KMW. Diese Weine sind zwischen 11,5% – 12,5%, und haben einen Restzuckergehalt von weniger als 4 g/l. Das Symbol hierfür ist ein Falke, was an das antike Spiel mit dem Federvieh erinnert.

Der Grüner Veltliner Federspiel von Ilse Mazza ist besonders lecker, probiere ihn leicht gekühlt mit Geflügelrezepten.

Am Schluss kommt nicht die Smaragd Klassifikation. Diese dürfen nicht weniger als 12,5% Alkohol enthalten und ein maximaler Zuckergehalt von 9 g/l. Trauben für diese Klassifikation haben bei der Ernte 18,5° KMW, und obwohl sie ursprünglich mit einem Naturkorken versehen sein mussten, dürfen sie jetzt auch Schraubverschlüsse haben.

Smaragdweine sind meistens die teuersten, und können auch ganz toll länger gelagert werden. Ihr Symbol ist die Smaragdeidechse, die sich auf den sonnigen Steinen in der Wachau sonnt. Wieder haben wir welche von Ilse Mazza, ihr Riesling Smaragd ist einer unserer Lieblinge!

Wein muss nicht DAC sein, damit er gut schmeckt!

Manchmal nimmt man an, dass eine Klassifikation automatisch auch die allerbeste Version eines Weines bekommen. Aber eigentlich ist ein DAC Wein nur eine klassische Repräsentation. Wir finden oft die interessantesten Weine, wenn sie nicht DAC sind, da sie sich nicht an fixe Regeln halten müssen!

Craftwines hat viele Weine aller Art, probiere sie doch aus!

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