Land der (Wein)Berge

Wein ist nicht gleich Wein

Von Groß auf Klein

Im Laufe der 1970er und 1980er zeichnete sich eine steigende Zahl an kleinen, unabhängigen Brauereien in Grossbritannien und den USA aus, indem sie handwerklich hergestelltes Bier als Alternative zu der von Riesenproduzenten hergestellter Ware anboten. Wir haben diesen Brauereien das reichhaltige Angebot an Brewpubs und Spezialitätenbier zu verdanken. Ihr Schwerpunkt auf Qualität und Geschmack haben nicht nur diese Klein- und Kleinstbrauereien zu weltweitem Erfolg gebracht, sondern auch den Markt an sich dazu geführt, seine Strategie, wenn nicht sogar das Rezept selbst zu überdenken!

Und wie steht’s mit Wein?

Auf der anderen Seite gibt es Weintrends, wie zum Beispiel das neue Interesse an Grünem Veltliner auf dem Weltmarkt, so dass sich Scharen von Menschen auf die österreichischen Weine stürzen. Zeitschriften wie der New York Times oder the Guardian, sowie kulinarischen Kulturmagazinen wie BBC GoodFood und Jamie Oliver Magazine ist auch zu danken. Sie raten zunehmend, österreichische Weine mit ihren Rezepten zu paaren. Die Welt schaut wieder auf unseren Wein.

Zahlen!

Statistisch gesehen trinken die Österreicher jährlich durchschnittlich 31 l Wein pro Kopf. Im Vergleich dazu trinken die Deutschen zum Beispiel 24 l. Das Land ist schon seit Jahren unter den Ländern, die pro Kopf den meisten Wein trinken. Und das ist eine Liste, zu der auch Giganten wie die USA, China und Deutschland gehören. Allerdings sind die Österreicher große Fans ihrer eigenen Ware, und trinken das Meiste von dem, was sie produzieren, selbst! Österreich lässt nur magere 5% für den Export über.

Wieso sind die Weine so selten zu sehen?

Ein Teil von dem, was österreichische Weine so attraktiv macht ist, dass viele kleinere Winzer von ihren oft familiengeführten Weingärten aus, eine sorgfältig gepflegte und limitierte Anzahl von Flaschen pro Jahrgang produzieren. Die Trauben werden von Hand gelesen und das Land wird umweltfreundlich – in vielen Fällen sogar bio oder gar bio-dynamisch bearbeitet. Aufgrund dieser begrenzten Produktion werden die Weine in der Regel nur am lokalen Markt genossen und es gibt wenig bis gar keine Werbung oder Marketing. Dies macht es fast unmöglich, handwerklich hergestellte Weine aus Österreich im Ausland zu finden.

In allen weinproduzierenden Ländern weltweit kaufen Großunternehmen die Trauben oder gar fertige Weine von kleinen Produzenten auf, um diese dann grob maschinell zusammen zu mischen, und mit einem Rebranding unter dem eigenen Namen zu verkaufen. Damit ist es ihnen unter anderem möglich, andere Produzenten am Markt zu unterbieten. Das führt dazu, dass viele kleine Weingüter schliessen müssen, oder sowohl ihren Namen als auch die Qualitätskontrolle über ihr Produkt verlieren. Das Ergebnis für den Konsumenten ist eine zunehmende Zahl an Weinen nebulöser Herkunft, mit nur wenig Persönlichkeit und null Handwerkskunst.

Aber so wie damals beim Bier in den 70ern und 80ern sucht der Konsument heute nach Weinen und Winzern, die aus Liebe zur Traube und dem uralten Handwerk der Weinherstellung dabei sind.

Zusammen Besser

Und hier kommt Craftwines mit ins Spiel. Wir wollen eine Plattform schaffen, wo sich die Winzer vorstellen können, wo ihre Weinberge und Philosophien im Vordergrund stehen. Unsere Begeisterung und unser Einsatz steht fest, so dass der Konsument weiss, dass jeder Wein bei uns auf denselben Prinzipien basiert und nicht nur Qualitätskontrollen unterführt, sondern von uns persönlich gekostet und ausgewählt wurde.

Der moderne Weinliebhaber ist ein zwar auch ein Connoisseur, aber einer, dem es genauso um Umwelt, Handwerk und Nachhaltigkeit geht, wie Körper und Aromen. Und uns geht es um genau diese Dinge. Gestalten wir zusammen die Zukunft des österreichischen Weins!

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